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100.000 Ausländer, bitte!

26.07.2010 | 3 Kommentare

Wann geben Politiker schon gute Interviews? Also welche, die nicht der eigenen Profilierung bzw. dem Stimmenfang dienen? Selten, denn um die Sache geht es in der Politik nur wenigen. Außenminister Michael Spindelegger lässt (zumindest gelegentlich) mit Inhalten aufhorchen. In einem Interview in „die Presse am Sonntag“ betonte Spindelegger (ÖVP), dass Österreich dringend 100.000 Zuwanderer brauche – und das bis 2030. FP-Chef Heinz-Christian Strache würde das freilich anders sehen. Aber nicht nur er. Die Gastfreundschaft der Österreicher hält sich in Grenzen, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Hier haben nur wenige Interesse an anderen Kulturen, das ganze Geschwafel rund um Toleranz ist im Grunde genommen nichts als Maskerade. Tatsächlich scheint vergessen, dass das Gesundheits- und Sozialsystem ohne Migration nicht überlebensfähig ist. Erst vor kurzem erzählte mir eine Bekannte, dass sie eine Pflegerin für ihre kranke Mutter sucht. Genauso gut könnte sie nach der Nadel im Heuhaufen suchen. In Österreich hat das rechte Lager längst gesiegt: wer in Österreich arbeiten will und aus keinem EU-Land kommt, kann genauso gut auf einen Lottogewinn hoffen. Das gilt selbst für Uni-Absolventen, denen es trotz guter Ausbildung oftmals nicht gelingt, im Land zu bleiben.

Der aktuelle Migrationsbericht der OECD zeigt, dass die Arbeitsmigration seit den 1980ern erstmals zurückgegangen ist. 2009 kamen 108.000 Menschen nach Österreich, ein Jahr davor waren es noch um rund zehn Prozent mehr.
Unser Land hat in Sachen Gastfreundschaft schon lange keinen guten Ruf. Hört Euch nur mal um, wenn ihr ins Ausland kommt. Nicht zuletzt „dank“ Jörg Haider gelten wir als, sagen wir mal, zugeknöpft, wenn es darum geht, andere aufzunehmen (dass wir hier keine Migranten brauchen, die sich nicht anpassen und faul auf der Straße herumlungern, ist eh klar).

Für Österreichs Wirtschaft verheißt diese Haltung jedenfalls nichts Gutes, denn die ist auf Know How aus dem Ausland angewiesen. Aber sehen wir mal, was passiert, wenn alles so läuft, wie es sich derzeit abzeichnet. Sehen wir mal, wer unsere Pensionen zahlen wird und uns eines Tages pflegen wird.
Migranten jedenfalls nicht, denn die wird es bis dahin kaum mehr geben.

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3 Kommentare

  1. hercink

    Guten Tag,
    Nach diese Nachricht, haben sich sicher viele, so wie Wir gefragt, ob es nur ein gute Scherz sein sollte oder eine dumme Provokation.
    Die alle Herrschaften wie der Herr Ackerl oder Herr Spindeleeger sollten sich gut überlegen, bevor sie so etwas ausprechen, wie Sie das ganze umsätzen wollen.
    Reden über zuwanderung, ohne sich vorher gedanken machen, was dann mit diesen Leuten? Ohne arbeit, dann den Staat noch mehr belasten ??
    Wie wenn Wir bis heute nicht genug Problemm mit der Beschäftigung hätten????
    Wie wenn es bis heute das ergebniss mit den Migranten nicht genug wäre ?
    Nur Problemme, was die Schule, Arbeitsplätze,Gemeindebauten,Sozialsystem usw. betrifft.
    Wie wenn das ganze nicht genug wäre? Was für ein Unsinn bitte??
    Nur ein Blinde kann was anderes behaupten, die Migration Politik kostet unseres Sozialsystem nur Geld und Geld.Wie viele werden ohne das Sie etwas dazu beigetragen haben von unseren Sozialsystem erhalten, wie oft wird diese System ausgenutzt, wie kommen dan dazu die Braven Bürger, die Ihren ganzes Leben Fleissig gearbeitet haben ? viele kommen und haben schon die gleiche Leistungen usw. ohne das Sie sich es erarbeitet haben???
    Die Krankkassen, die Arbeitsämter usw werden dadurch belastet, wie wenn das nicht genug wäre was uns die Migranten gebracht haben, abgesehen von ständigen Konflikten mit diesen Leuten die sich unsere Kultur nie anpassen und nicht anpassen wollen, wie sollte es weiter gehen, wie wenn es bis heute nicht genug ärger gebe ? ist das noch immer zu wenig??
    Die länder wie Canada, USA usw. die suchen sich Zuwanderer aus, gezielt, gut ausgebildete Presonal, Zivilizierte Menschen usw. aber nicht so etwas, wie zu uns hineingelassen wurde !!
    Die eine hälfte sitzt zu Hause die Mieten werden durch Wohnbeihilfen ausgeglichen , die andere sind Arbeitslos, Kinder ohne Ausbildung und wohin das ganze führt braucht sicher kein Kommentar.
    Und der gute Staat und unseres Sozialsystem wird voll ausgenützt, von solchen Leuten und jeder dan jammert das das Geld uns fehlt.
    Ja solche Migration und Zuwanderung soll sich jeder gut überlegen, wie sind kein Wohltätter Statt, wer sollte das ganze bezahlen?
    wie ich schon gesagt habe und so lange es nicht für alle diese Leute kein sicheren Arbeitsplatz gibt, ist es nur eine verschlechterung für den Staat und ein vekehrte weg unseres Sozialsystem zu verstärken, wie es uns gesagt wird, in gegenteil, statt mehr Geld zu einnehmen , wird es noch mehr ausgegeben, wenn es noch mehr arbeitslose geben wird, noch mehr Sozialen Ausgaben usw die uns dan noch mehr belasten, wie lange noch??
    Wenn so etwas jemand unterstüzt muss mind. kurzsichtig sein und eher da sollte sich gedanken machen, das es unseren Sozialen System noch schlechter gehen wird.
    Wenn das jemand verantworten möchte dan bitte, aber nicht auf unsere Kosten bitte.

    Hercink

  2. Anonymous

    Bevor man solche “Einladungen”ausspricht sollte man, vor allem als Politiker, folgendes bedenken.Es müssen zuerst entsprechend
    viele Arbeitsplätze geschaffen werden und die Arbeits,-Lern,-(Sprache) der Integratitionswille sollte(müßte)bei den so erwünschten neuen Zuwanderern gefordert werden und vorhanden sein.Es ist doch nicht ausländerfeindlich wenn man das selbe von Zuwanderern fordert wie es auch von uns Österreichern immer gefordert wurde,lernen,arbeiten,Steuern bezahlen und seinen Beitrag zu unserem Sozialsystem leisten.Das ist doch nur gerecht.

  3. marti

    Was für ein dummer, weltfremder Artikel!

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