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“Geh, lasst den Peter in Ruh!”

21.02.2011 | Keine Kommentare

Meine Lieben, zum Wochenstart etwas Kurzweiliges: Einer meiner Facebook-Freunde – oh Gott, ich habe über tausend und kenne nicht mal die Hälfte davon –, regt sich schon seit Tagen über die Medien auf. Sie würden über sein verstorbenes Idol lästern, den „grandiosen“ Peter Alexander. „Geh, lasst den Peter in Ruh!“, schreibt Mario auf Facebook und erntet dafür von andern Usern viel Beifall.

Also, Mario, das mit den Medien ist ärgerlich, ich kann dich da gut verstehen. Keine Frage: Alexander war ein großartiger Entertainer. Nicht zufällig haben vergangenen Samstag Tausende Fans, Freunde und Prominente von ihm Abschied genommen. Fast 5.000 Menschen kamen zu seiner Beerdigung, darunter Filmpartnerin Waltraut Haas („Im weißen Rössl“), Bundeskanzler Werner Faymann und Wiens Bürgermeister Michael Häupl. Zu würdigen gab’s ja genug: Peter Alexander trat von 1952 bis 1972 als Darsteller in 38 Unterhaltungs- und Revuefilmen auf, in denen er zumeist auch als Sänger zu hören war. Seine Unterhaltungsfilme wurden auch kommerziell erfolgreich: 1957 wurde Alexander von Deutschlands Kinobesitzern zum besten Nachwuchskünstler gewählt, und er bekam später unter anderem die „Goldene Leinwand“ und die „Berolina“ verliehen. Die Erfolgsserie ließe sich lange fortsetzen. Aber kommen wir zum Punkt: Gedanken sind frei und Meinungen verschieden. Also lassen wir die Film- und Fernsehkritiker getrost ätzen. Die meisten davon sind ohnehin Deutsche. Sollen Sie über unseren Peter doch schimpfen, wenn sie meinen, er sei seicht und flach gewesen. Alles egal. Für uns ist er ein Held und nur das zählt.

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