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Jeder bekommt das, was er verdient

11.04.2011 | Keine Kommentare

Da soll noch mal einer sagen, auf Erden gebe es keine Gerechtigkeit. Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, um zu sehen, dass jeder das bekommt, was er verdient. Schauen wir nach Italien. Die Italiener haben den, den sie wollen: Silvio Berlusconi. Warum nur, das weiß niemand. Italiens Premier gibt der Welt ein Rätsel auf. Wie kann einer, der lieber mit Prostituierten verkehrt – und das ist bitte zweideutig zu verstehen – als mit politischen Kapazundern so weit nach oben kommen? Und warum finden die Italiener das so cool? Nun, ich weiß es nicht, genauso wenig vermag ich nachzuvollziehen, wie George W. Bush acht Jahre lang Präsident der USA sein konnte. Aber gut. Zurück zum ungestümen Silvio. Er lässt der Welt jetzt folgendes ausrichten:„Ich vertrete die Mehrheit des italienischen Volkes, das an die Werte unserer christlichen Tradition glaubt.“ Und als solcher Vertreter würde er auch selbst für christliche Werte stehen. Eigentlich unfassbar. Dem Guten ist nicht zu helfen. Und all jenen Italienerin, die immer wieder erklären, Silvio sei cool, weil er ein Freigeist sei, auch nicht.

Obwohl: Wahrscheinlich sollten wir vor unserer eigenen Tür kehren. Und da gibt es genug – von Strasser bis Grasser. Natürlich gilt für sie die Unschuldsvermutung. Eh klar. Wie Karl-Heinz Grasser, einst Finanzminister, und Ernst Strasser, früher Innenminister, wieder aus dem Schlamassel kommen – gegen sie wird bekanntermaßen ermittelt – bleibt abzuwarten. Aber soviel lässt sich jetzt schon sagen: die Sache wird glimpflich ausgehen. Zu gut sind die Herren vernetzt, zu groß die Angst, sie könnten andere mit in den Abgrund reißen. Fazit: Die Italiener haben Berlusconi und wir Grasser und Strasser. Jeder bekommt eben das, war er verdient.

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