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Warum der Pepi nicht wichtig ist

19.04.2011 | Keine Kommentare

Josef „Pepi“ Pröll ist weg und so wirklich leid tut’s niemandem um ihn. Er war sympathisch, keine Frage, ein netter Kerl mit ’nem lieben G’sichterl und einem guten Schmäh. Ansonsten bleibt nicht viel. Denn politisch erreicht hat der Pepi im Grunde nichts, da braucht man nicht lange herumphilosophieren.

„Er war der Hoffnungsträger der Partei, der junge Bauernbündler aus dem Weinviertel: Erfrischend modern für einen ÖVPler, jugendlich und dynamisch, gescheit und geerdet, populär ohne zu viel Populismus, weltoffen und so wertkonservativ, wie ein christlicher Politiker eben sein soll“, schreibt „der Standard“ über den Pepi. Doch der Pepi stand auch für Feigheit und Stillstand, für eine Finanzpolitik, die, um es unverblümt zu sagen, keine war. Michael Spindelegger, neuer Vizekanzler und wie schon bisher Außenminister, tritt somit kein schweres Erbe an. Denn das, was der Pepi erreicht hat, nämlich nichts, ist leicht zu toppen. Anders sieht es für Innenministerin Maria Fekter aus, die gute Chancen haben soll, Finanzministerin zu werden. So es tatsächlich dazu kommt: Gibt es in der ÖVP keine kompetenteren Leute? Andererseits: so kann Fekter wenigstens keine Leut’ mehr abschieben…

In der Redaktion wird jedenfalls nur über das leidliche Politik-Thema sinniert. Dabei gibt es viel Wichtigeres. Japan zum Beispiel. Darüber spricht fast niemand mehr. Noch immer ist Situation dort äußerst kritisch, die wahren Auswirkungen der nuklearen Katastrophe auf Land und Leute lassen das Schrecklichste erahnen. Wie wichtig kann da schon der Pepi sein?

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