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Selbstbedienungsladen

05.09.2011 | Keine Kommentare

Vorhin habe ich mir vorgestellt, wie hundert Millionen Euro aussehen – in Scheinen. Hundert Millionen Euro sind 200.000 Fünfhundert-Euro-Scheine oder eine Million-Hundert-Euro-Scheine. Wahnsinn! Stellt Euch das mal vor! Ich kann es nicht. Eben diese hundert Millionen Euro, oder zumindest 84 Millionen Euro – das sind 168.000 Fünfhundert-Euro-Scheine oder 840.000 Hundert-Euro-Scheine – sind im Zuge der Anschaffung der Eurofighter an Lobbyisten und Politiker geflossen. Im Klartext: Mindestens 84 Millionen flossen an politische Entscheidungsträger und deren „Freunde“, die mit unseren Steuergeldern völlig unnötige Flieger gekauft haben, die ihren Zweck im Notfall ohnehin nicht erfüllen (ein möglicher Angriff auf Österreich wäre ein leichtes Spiel, das ist in etwa so als würde eine Ameise versuchen, dem Rüssel eines Ameisenbären zu entkommen).

Ich frage mich, was in diesen Menschen vorgeht. Und ich frage mich, wie es „einfachen“ Arbeitern geht, wenn sie von diesen (Un)Summen hören. Wie fühlen sich Menschen, die sich für 1.200 oder bestenfalls 1.800 Euro netto die Gesundheit ruinieren und in Frühpension geschickt werden? Da kann man sich doch nur verarscht fühlen. Auch ich fühle mich verarscht. Überall steht die Polizei, häufiger denn je, die Verkehrsstrafen sind irre teuer und werden immer teurer, die Finanz prüft und schröpft, wo sie nur kann – aber die Schulden des Landes steigen dennoch. Jetzt wissen wir zumindest, warum. Weil uns korrupte Politiker einreden, dass wir irgend so ein Klumpert brauchen, um sicher zu leben. Lächerlich.

Es ist eine Schande. Ebenso wie es eine Schande ist, dass sich viele Manager an der Telekom bereichert haben, andere wiederum an den ÖBB, am Flughafen, an der Post, an an an.. die Liste ließe sich wohl endlos fortsetzen. Österreich ist zum Selbstbedienungsladen geworden, woran sich in Anbetracht der jetzigen Regierenden nichts ändern wird.

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