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Österreich bekommt neue (Piraten-)Partei

24.10.2011 | Keine Kommentare

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy demonstrieren neuerdings Geschlossenheit. Beim gemeinsamen Auftritt während des EU-Gipfels versprachen die Kanzlerin und der Präsident Fortschritte im Kampf gegen die Krise. Ergebnisse können sie allerdings keine vorweisen – stattdessen mahnen sie Italien zum Schuldenabbau. Eh klar. Ich frage mich, welcher EU-Bürger ihnen die vielen leeren Versprechungen abnimmt. Versprechungen, die Krise in den Griff zu bekommen, ohne dass die Steuerzahler – also wir – draufzahlen. Versprechungen, dass alles gut sei, es keine Hyperflation geben werde und dass unser Geld auf den Banken sicher sei. Dabei fürchtet mittlerweile selbst meine Putzfrau den unausweichlichen Crash, mit der simplen Begründung, dass es in der Geschichte immer wieder Krisen gegeben habe und es allein schon deshalb eine neue geben müsse.

Doch wie jede Krise scheint auch diese etwas Gutes zu bewirken. So formieren sich europaweit Gruppierungen, die auf die wahren Ursachen der Krise hinweisen: Unfähigkeit, Gier, Korruption, Gleichgültigkeit. Erst in der Vorwoche haben mich zwei engagierte junge Männer kontaktiert, die gegen die Korruption und Tatenlosigkeit unserer Politiker kämpfen, Bernhard Bauer und Simon Fleischmann. Sie haben den Verein futureline ins Leben gerufen, der der Vorläufer einer neuen Partei ist – ähnlich der Piratenpartei in Deutschland. futureline (www.futureline.at) versteht sich als Anti-Korruptionsverein, der die Menschen ermutigen soll, das durch Vettern- und Freunderlwirtschaft korrumpierte System zu kippen.

Ich muss sagen, dass ich die beiden Jungs bewundere. Sie reden mit großen strahlenden Augen über ihren Plan von einer besseren Welt, davon, wie sie in diesem Land aufräumen wollen. Aber ich bin skeptisch. Die Situation scheint zu verfahren, als dass die Lösung schnell und einfach erzielt werden könnte. Meine Unterstützung haben Bernhard Bauer und Simon Fleischmann dennoch: Am Mittwoch, dem 23. November, organisieren sie eine Anti-Korruptions-Demo. Treffpunkt ist um 17 Uhr 30 vor der Hauptuni in Wien, im Anschluss geht’s zum Stephansplatz. Ich bin dabei, hoffe, Ihr auch!

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