Home / Allgemein / Wie die Regierung unser Geld verschleudert

Wie die Regierung unser Geld verschleudert

26.03.2012 | Keine Kommentare

Das Schlimme ist: Die Sache überrascht mich nicht. Vor einigen Tagen bekam mein Freund eine Geldstrafe vom Magistrat zugesandt. Es ging um einen Strafzettel, den er schon im November 2011 einbezahlt hatte – weil er ohne Parkschein parkte. So weit, so gut. Warum also das späte Schreiben, fast ein halbes Jahr später, wo die Sache doch schon längst erledigt war? Nun, die Stadt Wien nimmt sich neuerdings offenbar das Recht heraus, nicht „nur“ Strafzettel zu verpassen, sondern auch das Geld für die dort geparkte Zeit einzutreiben. Das Gesetz an sich gibt es schon lange, allerdings wurde es noch nie dermaßen penibel umgesetzt. Schon klar: Das Land braucht angesichts unfähiger Politiker dringend Geld, der Schuldenberg Österreichs ist stolze 220 Milliarden Euro hoch, aber wie kommen wir dazu?

Seht Euch doch nur mal an, was unsere Politiker so treiben! Nur drei Tage vor dem offiziellen Beschluss des Sparpakets endete eine Ausschreibung für Luxus-Auto. Demnach hat unsere Regierung gleich 105 Nobelkarossen bestellt – um satte acht Millionen Euro. Die Sache flog durch den Auto-Journalisten Stefan Pabeschitz auf. Seither ist man bemüht, die peinliche Angelegenheit zu vertuschen. Bestellt würden die neuen Dienstkarren demnach nur nach Bedarf. Aha.
Unsere Steuergelder werden aber auch andernorts verschleudert. Die Universität Wien ist ein gutes Beispiel dafür. Das Bundesvergabeamt (BVA) hat gerade erst eine Ausschreibung der Uni Wien für diverse Sicherheits- und Servicedienstleistungen für „nichtig“ erklärt. Anscheinend hatte das BVA massive Bedenken bei der Vergabe des fast zehn Millionen Euro schweren Auftrages. Vermutet wurden unerlaubte Absprachen. Mal ehrlich: Wie kann es sein, dass es immer wieder die selbe Firma ist, die in den Genuss der hoch dotierten Uni-Aufträge kommt, und wie kann es sein, dass ein „einfacher“ Uni-Angestellter mehrere Autos, mehrere Immobilien und eine Yacht besitzt? Alles reiner Zufall, eh klar! Wahrscheinlich reich geerbt, im Lotto gewonnen oder irgendetwas gewinnbringend verkauft.
Nur, das Schlimme ist: In Österreich bleibt (fast) nichts dem Zufall überlassen.
Antwort schreiben 13436 Aufrufe gesamt, 3 Aufrufe heute  

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.