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Das Sterben der Katholiken – warum wir uns selbst umbringen

07.05.2012 | Keine Kommentare

Eines vorweg: Österreich ist noch immer ein zutiefst katholisches Land. Allerdings schwindet der Einfluss der Kirche seit Jahrzehnten. Ende 2011 waren 5,41 Millionen Katholiken erfasst – das sind weniger als 65 Prozent der Bevölkerung. Vor 60 Jahren lag der Anteil der Katholiken immerhin noch bei 90 Prozent. Wo die Kirche also in 100 Jahren stehen wird, dürfte klar sein. Schon jetzt gelten nur 700.000 Bürger als regelmäßige Kirchengänger, und im letzten Jahr traten 59.000 Menschen aus der Kirche aus, im Jahr davor, als die vielen Missbrauchsfälle bekannt wurden, waren es sogar 86.000.

Warum ich noch Mitglied bin, weiß ich selbst nicht. Es liegt wohl an meinen Eltern, die vor Schmerz und Schande in Ohnmacht fallenwürden. Vielleicht liegt es aber auch zu einem guten Stück an mir selbst, amGlauben daran, dass alles besser wird. Doch danach sieht es nicht aus. Die Forderung von weltweit Millionen Katholiken nach dem Ende des Zölibats und der Akzeptanz von Priesterinnen bleibt ungehört. Damit bleibt alles beim Alten: Die Kirche ein Refugium für sexuelle Perversion – wie auch die schrecklichen Missbrauchsfälle in Österreich gezeigt haben – und homosexuelle Buberlpartien (gegen Letztere wäre nichts einzuwenden, so sich die Kirche dazu bekennen würde).

Es ist ein Jammer. Mit Helmut Schüller, dem Sprecher der Pfarrer-Initiative, hatte die katholische Kirche zumindest in Österreich eine ernstzunehmende Chance, mit Altlasten aufzuräumen. Doch stattdessen wollte Kardinal Christoph Schönborn seinen aufmüpfigen Generalvikar schon 1999 ruhigstellen und schmiss ihn kurzerhand raus. Doch Schuller gab nicht auf und versucht die Kirche seither zu bekehren.

Mit Verlaub, Herr Schuller, es hat keinen Sinn. GegenIdioten kann man nicht ankämpfen, denn sie können und wollen nicht verstehen. Wir können nur warten, bis sie aussterben, was sie auch werden. Das Problem ist nur, dass bis dahin auch die Kirche tot ist. Man braucht sich ja nur die Fakten anzusehen: Die Zahl der Katholiken wird geringer und geringer und in hundert Jahren gibt es fast gar keine mehr. Und warum das so ist, verwundert wohl nicht sonderlich.

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