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Weniger ist mehr: Warum wir unsere Daten schützen sollten

24.06.2014 | Keine Kommentare

Das Geschäft mit den Daten von Internet-Usern bringt weltweit Milliarden. Kein Konzern zeigt das derzeit so eindrucksvoll vor wie Facebook. Das Problem? Wir selbst. Wenn wir unsere Daten so bereitwillig ins Netz stellen, sollten wir uns nicht wundern, mit Werbemüll zugeschüttet und als Zielscheibe zweifelhafter Geschäftemacher missbraucht zu werden.

Irgendwie versteh ich die Aufregung nicht. Nun erzählen uns sogar unsere Politiker, wie wir unsere Daten besser schützen können. Natürlich ist die Sorge berechtigt! Ich selbst wundere mich gerade über die unzähligen neuen Emails in meinem Hotmail-Account, Botschaften von irgendwelchen Firmen, die ihre Produkte verhökern wollen. Das Wundersame daran: Die scheinen mich alle bestens zu kennen. Sie wissen, was ich lese, was ich esse, wo ich meine Kleidung kaufe. Denn so maßgeschneidert, wie die Werbung dieser Firmen ist, kann das kein Zufall sein. Ich bin ja selbst Schuld: In meinen Emails an Freunden steht sowieso alles, was man über mich wissen kann, und auf Facebook habe ich vermutlich auch schon viel zu viel über mich preisgegeben. Jetzt ist es freilich zu spät – was liegt, das pickt. Darum, bitte: Überlegt Euch gut, was Ihr über Euch veröffentlicht. Jeder Kommentar, den ihr postet, kann Aufschluss über Euer Leben geben. Jedes Foto, das ihr ins Netz stellt, kann auch auf andere Seiten gelangen. Besonders gefährlich ist es, Kinderfotos ins Netz zu stellen – auch auf Facebook solltet ihr das nicht tun. Es gibt so viele kranke Menschen auf dieser Erde: Pädophile, die sich über die Fotos der Kleinen sehr freuen. Bitte denkt darüber nach! Jedes Fünfte Kind soll, in welchem Ausmaß auch immer, sexuelle Übergriffe erleben. Denkt an diese erschreckende Dunkelziffer und verzichtet auf das Posten von Kinderfotos!

Etwas anderes liegt mir für heute auch noch am Herzen: Eine mögliche Abschaffung des Bargeldes, so wie es Schweden durchzieht. Das ist totaler Wahnsinn! Auch unsere Regierenden werden uns das bald einreden wollen, ihr werdet sehen. Deshalb müssen wir uns der Folgen einer Abschaffung des Bargelds jetzt schon bewusst sein – damit es uns dann nicht so ergeht wie mit unseren verlorenen Daten! Ich möchte hier den Anwalt der Kronen-Zeitung zitieren, Dr. Tassilo Wallentin: „Mit der Abschaffung des Bargeldes ließen sich die Rettung von Pleitebanken und Zwangsabgaben an einem Wochenende durchziehen. Der Bürger als Zwangs-Bankkunde sieht dann am Montagmorgen, dass sein Konto belastet wurde. Alle Kontobewegungen und damit das Leben jedes Einzelnen wären weltweit jederzeit überwachbar. Mit der völligen Offenlegung wäre unserer Manipulation keine Grenze gesetzt …“ Noch haben wir aber die Wahl! Wir haben die Wahl, was wir über uns preisgeben und was nicht. Und wir haben die Wahl, mit Bargeld zu bezahlen – beides sollten wir uns nicht nehmen lassen!

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