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	<title>Silvias Montagskolumne</title>
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	<description>Silvias Montagskolumne</description>
	<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:20:24 +0000</pubDate>
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		<title>Mieter-Leiden</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
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Offenbar sind der Frechheit keine Grenzen gesetzt. Dazu fällt mir die Geschichte eines Freundes ein. Er wurde von seinem Hausverwalter auf ein „harmloses“ Gespräch eingeladen, es gebe nichts wirklich Wichtiges zu besprechen, hieß es im Vorfeld. Also parlierte man zunächst über alles Mögliche. Schließlich sagte der Hausverwalter, er solle nur mal schnell „einen Wisch“ unterschreiben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;    &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  EN-US JA X-NONE                          &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Offenbar sind der Frechheit keine Grenzen gesetzt. Dazu fällt mir die Geschichte eines Freundes ein. Er wurde von seinem Hausverwalter auf ein „harmloses“ Gespräch eingeladen, es gebe nichts wirklich Wichtiges zu besprechen, hieß es im Vorfeld. Also parlierte man zunächst über alles Mögliche. Schließlich sagte der Hausverwalter, er solle nur mal schnell „einen Wisch“ unterschreiben, damit eine neue Reinigungsfirma mit der Pflege des Hauses beauftragt werden könne. Der gutgläubige Mieter tat es – ohne den Vertrag genau zu lesen. Wie sich später herausstellte, ein schwerer Fehler. Denn in Wahrheit stand da vor allem, dass er einer Erhöhung der Miete zustimmen würde. Es folgte ein Rechtsstreit der darin endete, dass sich der Mieter eine neue, günstigere Bleibe suchte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Viele kennen ähnliche Probleme mit Hauseigentümern und Hausverwaltern. Das ist an sich nichts Neues. An einen anderen Fall erinnere ich mich besonders gut. Eine Wienerin aus dem zweiten Bezirk kontaktierte mich vor etwa drei Jahren, weil angeblich Ungeziefer vom Dach in ihr Bad fiel. Ich schaute vorbei. Die Story stimmte. Das Dach war an einer Stelle durchlässig, widerliches Kleingeziefer klebte im Klo, in der Wanne, an der Decke. Was für ein Drecksloch! Doch der Hauseigentümer wollte den Schaden nicht beheben – und versuchte sie, aus der Wohnung zu ekeln (im wahrsten Sinn). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Ein anderer Fall machte mich erst vor kurzem stutzig. Es geht um eine Immobilie des Österreichischen Kreditschutzverbands (KSV). Man sollte meinen, besagter Verband habe zum Ziel, Menschen zu helfen. Auf der Homepage des KSV steht, man sei ein Schutzverband mit 21.000 Mitgliedern. Mit dem Schutz dürfte es der KSV aber nicht so genau nehmen. Zumindest nicht, wenn es um den Schutz der eigenen Mieter geht. So besitzt der KSV unter anderem ein Haus im zweiten Bezirk in Wien. Fragt man dort die Bewohner, wie man sie behandelt, hört man haarsträubende Geschichten. Eine Mieterin erzählt zum Beispiel, man habe das oberste Stockwerk ausgebaut. Ihre darunter liegende Wohnung sei, wie sie sagt, aufgrund des vielen Staubs unbewohnbar. Miete müsse sie allerdings dennoch zahlen (obwohl sie nach wie vor nicht dort wohnen kann). Auch gibt es zurzeit keine Mietzinsminderung. Schon vor Monaten hat man ihr versprochen, sich der Sache anzunehmen und die vielen Risse zu beseitigen, doch geschehen ist das bisher nicht. Vom KSV heißt es nur, es dauere manchmal eben etwas länger. Gut, dann könnte man in solchen Fällen zumindest die Kosten für ein günstiges Hotel übernehmen oder die Miete reduzieren – oder gar aussetzen. Wenn es um die Mieteinnahmen geht, ist man ja auch immer schnell beim Abkassieren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Die Frage ist, was man in solchen Fällen tun kann. Am besten, man holt sich Rechtsbeistand und legt sich gute Nerven zu. Denn diese Sachen kosten Zeit und Kraft.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">PS: Ich weiß schon, dass es auch mühsame Mieter gibt. Doch Beschwerden von Wohnungs- und Hauseigentümern sind bislang eben nicht bei mir eingetrudelt.</span></p>
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		<title>Das Sterben der Katholiken – warum wir uns selbst umbringen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Eines vorweg: Österreich ist noch immer ein zutiefst katholisches Land. Allerdings schwindet der Einfluss der Kirche seit Jahrzehnten. Ende 2011 waren 5,41 Millionen Katholiken erfasst – das sind weniger als 65 Prozent der Bevölkerung. Vor 60 Jahren lag der Anteil der Katholiken immerhin noch bei 90 Prozent. Wo die Kirche also in 100 Jahren stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines vorweg: Österreich ist noch immer ein zutiefst katholisches Land. Allerdings schwindet der Einfluss der Kirche seit Jahrzehnten. Ende 2011 waren 5,41 Millionen Katholiken erfasst – das sind weniger als 65 Prozent der Bevölkerung. Vor 60 Jahren lag der Anteil der Katholiken immerhin noch bei 90 Prozent. Wo die Kirche also in 100 Jahren stehen wird, dürfte klar sein. Schon jetzt gelten nur 700.000 Bürger als regelmäßige Kirchengänger, und im letzten Jahr traten 59.000 Menschen aus der Kirche aus, im Jahr davor, als die vielen Missbrauchsfälle bekannt wurden, waren es sogar 86.000.</p>
<p>Warum ich noch Mitglied bin, weiß ich selbst nicht. Es liegt wohl an meinen Eltern, die vor Schmerz und Schande in Ohnmacht fallenwürden. Vielleicht liegt es aber auch zu einem guten Stück an mir selbst, amGlauben daran, dass alles besser wird. Doch danach sieht es nicht aus. Die Forderung von weltweit Millionen Katholiken nach dem Ende des Zölibats und der Akzeptanz von Priesterinnen bleibt ungehört. Damit bleibt alles beim Alten: Die Kirche ein Refugium für sexuelle Perversion – wie auch die schrecklichen Missbrauchsfälle in Österreich gezeigt haben – und homosexuelle Buberlpartien (gegen Letztere wäre nichts einzuwenden, so sich die Kirche dazu bekennen würde).</p>
<p>Es ist ein Jammer. Mit Helmut Schüller, dem Sprecher der Pfarrer-Initiative, hatte die katholische Kirche zumindest in Österreich eine ernstzunehmende Chance, mit Altlasten aufzuräumen. Doch stattdessen wollte Kardinal Christoph Schönborn seinen aufmüpfigen Generalvikar schon 1999 ruhigstellen und schmiss ihn kurzerhand raus. Doch Schuller gab nicht auf und versucht die Kirche seither zu bekehren. </p>
<p>Mit Verlaub, Herr Schuller, es hat keinen Sinn. GegenIdioten kann man nicht ankämpfen, denn sie können und wollen nicht verstehen. Wir können nur warten, bis sie aussterben, was sie auch werden. Das Problem ist nur, dass bis dahin auch die Kirche tot ist. Man braucht sich ja nur die Fakten anzusehen: Die Zahl der Katholiken wird geringer und geringer und in hundert Jahren gibt es fast gar keine mehr. Und warum das so ist, verwundert wohl nicht sonderlich. </p>
 || Keine Kommentare ||  1529 Aufrufe gesamt, 13 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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		<title>Wie Politiker das Land ruinieren</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 09:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die arbeiten wenig bis gar nichts und wollen dennoch viel verdienen. Ernest Gabmann ist so ein Fall. Das ist kein Geheimnis. Am Wiener Flughafen weiß das jeder, der je mit Gabmann zu tun hatte. Ich selbst kenne ihn auch, leider. Einige Male habe ich interviewt und mich jedes Mal danach gefragt, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Menschen, die arbeiten wenig bis gar nichts und wollen dennoch viel verdienen. Ernest Gabmann ist so ein Fall. Das ist kein Geheimnis. Am Wiener Flughafen weiß das jeder, der je mit Gabmann zu tun hatte. Ich selbst kenne ihn auch, leider. Einige Male habe ich interviewt und mich jedes Mal danach gefragt, wie so ein Mensch in so eine Position kommen kann – Gabmann war immerhin Chef der börsennotierten Flughafen AG. Nun ja, die Antwort lautet Erwin Pröll, bekanntlich Niederösterreichs mächtiger Landeshautpmann. Mit ihm befreundet zu sein, ist fast so gut wie ein Lotto Sechser (wie die hohen Verdienste von Gabmann &amp; Co ja zeigen).</p>
<p>Machen wir einen Rückblick: Gabmann, treuer ÖVP-Manne zu Prölls Gnaden, wurde im Jahr 2008 in das Topmanagement des Flughafens berufen – und das, obwohl der Aufsichtsrat massive Zweifel an seiner Eignung hatte. Die Bedenken führten jedoch nicht zu einer Weigerung, ihm den Job zu geben. Sie wurden erst im Nachhinein – nämlich bei der vorzeitigen Vertragsauflösung – formuliert: „Gabmann wurde der Gesellschaft aufs Aug gedrückt. Dieser hat keine Ahnung vom Geschäft. Der Vorstand kümmert sich um nichts.“ (Zitiert sind übrigens die Aussagen der Aufsichtsräte in der Antwort des Flughafens auf eine Klage, in der Gabmann vom Airport jetzt 500.000 Euro verlangt. Eine hohe Summe, wenn man bedenkt, dass er sich „um nichts“ kümmerte). </p>
<p>Fazit: Selten zuvor lag dermaßen klar auf dem Tisch, wie das so läuft in Unternehmen, wo die öffentliche Hand mitmischt. Parteifreunde werden ohne den geringsten Genierer mit Posten versorgt, ohne einen Gedanken an die Qualifikation zu verschwenden – und somit ohne jede Rücksicht auf das Vermögen der Staatsbürger. Was auch in Zeiten, in denen sich Politiker gerne der Rettung des Wirtschaftssystems rühmen, wieder einmal beweist, dass die Politik in Unternehmen nichts zu suchen hat. </p>
<p>Aber bleiben wir fair: Der ÖVP-Drohne Gabmann war nicht die einzige Fehlbesetzung am Airport. Das Chaos am Skylink verursacht haben auch rote Politiker, allen voran Ex-Chef Herbert Kaufmann (er darf den Flughafen für viel Geld weiter beraten!), der sich stets als für den Skylink „nicht zuständig“ deklarierte – obwohl er während der gesamten Bauzeit im Vorstand saß.</p>
<p>Es ist widerlich, was in diesem Land möglich ist und vor allem ist es beschämend. Es ist ein Zeichen dafür, wie Politiker das Land ruinieren (im Hinblick auf den durch Fehlbesetzungen entstandenen wirtschaftlichen Schaden) und es ist auch ein Zeichen dafür, wie die Moral der Menschen ruiniert wird (der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken).</p>
 || Keine Kommentare ||  2463 Aufrufe gesamt, 12 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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		<title>Todesengel Breivik macht Mut zum Töten</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 08:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Noch neun Wochen müssen wir mit Anders Breivik leben. Der Massenmörder von Utøya ist überall – im Internet, im Fernsehen, in den Printmedien. Nicht, dass der Fall an sich uninteressant wäre: Ein Mann, damals 32 Jahre jung, zündet eine Autobombe, bei der acht Menschen ums Leben kommen, und erschießt anschließend 69 unschuldige Jugendliche auf einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch neun Wochen müssen wir mit Anders Breivik leben. Der Massenmörder von Utøya ist überall – im Internet, im Fernsehen, in den Printmedien. Nicht, dass der Fall an sich uninteressant wäre: Ein Mann, damals 32 Jahre jung, zündet eine Autobombe, bei der acht Menschen ums Leben kommen, und erschießt anschließend 69 unschuldige Jugendliche auf einer Ferieninsel. In einigen Jahren wird Breiviks Story wohl auf der Leinwand zu sehen sein und Millionen Menschen in die Kinos locken. Die meisten werden schockiert oder gar angewidert nach Hause gehen, sich fragend, wie jemand irre genug sein kann, solch eine Wahnsinnstat zu begehen. Einige werden aber fasziniert sein von dem blonden Todesengel mit den blauen Augen, von seiner Entschlossenheit, eiskalt zu morden. Und eben darin liegt die Gefahr: Es ist die Faszination, die Breiviks Tat mit sich bringt.</p>
<p>Der Norweger ist Thema in Hunderten Blogs. Seit Breiviks Prozessbeginn am Montag der Vorwoche wird getwittert und gechattet was das Zeug hält. Auf Facebook tauchen immer wieder Gruppen auf, die sich mit Breivik beschäftigen. Doch nicht alle davon sind gegen ihn. Die Rede ist von einem tapferen Europäer, der retten und befreien will, von einem Mann, dessen Tat bewundernswert und mutig ist. Breivik fasziniert, vor allem junge Menschen – und einige wollen so sein wie er. </p>
<p>Die Frage ist, was wir alle tun können, um das Risiko, dass ein „Breivik-Fan“ eine ähnliche Tat begeht, zu minimieren (laut Experten besteht diese Gefahr leider). Nun, am besten wäre es wohl, seine Morde in Blogs, auf Twitter und Facebook oder – im Fall von Journalisten – in Berichten als das darzustellen, was sie sind: Die Tat eines Irren, der kein Gewissen, keine Moral, keinen Rechtssinn und keine Ahnung vom Islam und von Europa hat. Denn genau das fürchtet Breivik am meisten: Nicht ernst genommen zu werden und so seine Anhänger zu verlieren. Umso schockierender ist, dass so viele Menschen, darunter namhafte Experten, Breivik offenbar ernst nehmen und einen politischen Diskurs um seine Wahnsinnstat anzünden. </p>
<p>Neun Wochen müssen wir also noch mit ihm leben, müssen den inszenierten Schauprozess wohl oder übel mitverfolgen – im Fernsehen, im Internet, in den Printmedien. Hoffentlich hat sich die Sache damit erledigt. Und hoffentlich gibt es keinen zweiten wie ihn.</p>
 || Keine Kommentare ||  3490 Aufrufe gesamt, 12 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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		<title>Überwachungsstaat Österreich</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 09:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zugegeben: Wir hatten das Thema erst vor wenigen Wochen, aber da es nun einmal wichtig ist, wichtiger noch als Grasser, Hochegger &#38; Co, muss ich es aufwärmen. Schließlich geht um unsere persönliche Freiheit, was viele nicht wahrhaben wollen. Wir Ihr wisst, werden seit Anfang April die Anbieter von Telekommunikationsdiensten zur Registrierung der Verbindungsdaten verpflichtet.
Im Klartext: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben: Wir hatten das Thema erst vor wenigen Wochen, aber da es nun einmal wichtig ist, wichtiger noch als Grasser, Hochegger &amp; Co, muss ich es aufwärmen. Schließlich geht um unsere persönliche Freiheit, was viele nicht wahrhaben wollen. Wir Ihr wisst, werden seit Anfang April die Anbieter von Telekommunikationsdiensten zur Registrierung der Verbindungsdaten verpflichtet.</p>
<p>Im Klartext: Was wir in Emails schreiben oder am Handy besprechen, ist nicht mehr privat. Eine Freundin meinte unlängst, ihr sei das egal, schließlich sei sie für die Polizei keine wichtige Person, doch eben in dieser Denke liegt der Fehler. Wir unterschätzen, dass unsere intimsten Geheimnisse nur allzu leicht nach außen dringen können. Auf einmal weiß Euer Nachbar, zufällig ein Polizist, dass Ihr gesund in den Krankenstand geht, wo Euer Geld gebunkert ist, und dass Ihr ein fremdes Auto unabsichtlich angefahren seid. Oder einer kennt jemanden, der Zugang zum Datenmaterial von A1 hat und bittet ihn um Eure Gesprächsaufzeichnungen. Das könnt Ihr Euch nicht vorstellen? Nun, mir ist das erst vor kurzem passiert und ich bin auch nicht wichtig – ein Schreiberling, der ab und zu auf gute Geschichten stößt. Also: Achtung! Am Telefon ja nichts Heikles besprechen!</p>
<p>Was mich am meisten ärgert ist, dass wir für blöd verkauft werden – ebenso wie die Tatsache, dass es funktioniert. Wir lassen uns dummes Zeug einreden und schlucken es.</p>
<p>Unsere Politiker schwafeln etwas von Verbrechensbekämpfung, dabei zeigen Untersuchungen des Bundeskriminalamts in Wiesbaden und des Max-Planck-Institutes ganz deutlich, dass die Vorratsdatenspeicherung die Aufklärungsquote von kriminellen Delikten nur zwischen 0,006 (!) und bestenfalls zwei Prozent anhebt. Denn große Datenmengen bedeuten einen hohen Auswertungsaufwand – verbunden mit enormen technischen Problemen. Hinzu kommt, dass professionelle Kriminelle in der Regel schneller lernen als ihre Verfolger.</p>
<p>Fazit: Es geht um Überwachung, nicht um den Schutz der Bürger vor irgendwelchen Kriminellen!</p>
 || Keine Kommentare ||  4683 Aufrufe gesamt, 12 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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		<title>Leben ohne Toleranz. Gedanken zum neuen Türken-Buch „Wir kommen.“</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 11:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Also  ich weiß nicht recht. Toleranz ist wichtig. Nur sind die, die Toleranz  verlangen, selbst oft alles andere als tolerant. Vor exakt zehn Jahren war ich mit einem Juden  zusammen. Ein großartiger junger Mann, klug, witzig, gut aussehend.  Alles, worauf Frauen Anfang Zwanzig (und im Grunde auch danach) so  stehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Also  ich weiß nicht recht. Toleranz ist wichtig. Nur sind die, die Toleranz  verlangen, selbst oft alles andere als tolerant. Vor exakt zehn Jahren war ich mit einem Juden  zusammen. Ein großartiger junger Mann, klug, witzig, gut aussehend.  Alles, worauf Frauen Anfang Zwanzig (und im Grunde auch danach) so  stehen. Wir hatten eine tolle Zeit. Sonderlich gläubig waren wir damals beide nicht, also eigentlich schon, aber eben nicht im  herkömmlichen Sinn. Wir beteten nicht ständig zu Gott oder gingen in die  Kirche bzw. Synagoge. Das Problem waren seine Eltern. Sie mochten mich  nicht. Weil ich nicht „eine von ihnen“ war. Die Situation eskalierte und es endete im Streit. Heute bin ich froh  darüber. Es fühlt sich nicht gut an, von der Familie des Partners  zurückgewiesen zu werden. Im Grunde sollte es aber keine Rolle spielen.</span></span></span></span></p>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Warum  erzähle ich Euch das? Nun, diese verflossene Liebe kam mir wieder in  den Sinn, als ich auf das neue Buch „Wir kommen“ (erschienen in der edition a) gestoßen bin.  Geschrieben hat es ein junger Türke. Der Inhalt ist brisant. Er schreibt  darin:</span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de"> </span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de"><em>„Egal, ob ihr uns mögt oder nicht, ob ihr uns integriert oder nicht, ob ihr uns in der EU haben wollt oder nicht: Unser Einfluss in Europa wird steigen. Denn wir sind jünger, hungriger und stärker als ihr.“</em></span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Ich  habe Verständnis für den Zorn, der aus ihm spricht. Türken sind immer  wieder – in Österreich genauso wie in Deutschland – Zielscheibe ausländerfeindlicher Übergriffe. Dass  es den Türken reicht, ist verständlich. Allerdings ist ein EU-Beitritt  nur sinnvoll, wenn klar ist, dass es hier um kein Besser oder Schlechter  geht, um keinen Kampf einzelner Gruppen, sondern um Respekt – und um Toleranz. Doch wo bleibt diese Toleranz? Türken sind  offenbar genauso wenig tolerant wie wir. Das Problem besteht auf beiden  Seiten. </span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Meine letzte Reise in die Türkei war ernüchternd. Als westliche Frau, noch dazu blond, ohne Mann reisend, sollte </span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de"><em>frau</em></span></span><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de"> das Hotel lieber nicht verlassen. Wir sind Freiwild, werden kaum ernst  genommen. Jeden Tag mindestens drei, vier doofe Sprüche notgeiler Männer. Und dann das Gerede von  Toleranz und Offenheit? Und auf der anderen Seite wir hier, wir  toleranten Österreicher, die wir uns anmaßen, muslimischen Frauen zu  sagen, das Kopftuch in „unseren“ Schulen abzulegen.</span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Das  Buch „Wir kommen“ ist empfehlenswert. Weil es zeigt, wie es wirklich  ist. Weil es zeigt, dass die, die von Toleranz reden, nicht wissen, was dieses Wort bedeutet. Und weil  es zeigt, was passiert, wenn wir nicht tolerant sind. Denn dann wird es  genau so sein wie dieser junge Türke schreibt:</span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de"><em>„Egal, ob ihr uns mögt oder nicht, ob ihr uns integriert oder nicht, ob ihr uns in der EU haben wollt oder nicht, unser Einfluss in Europa wird steigen. Denn wir sind jünger, hungriger und stärker als ihr.“</em></span></span></span></span></div>
 || Keine Kommentare ||  5956 Aufrufe gesamt, 12 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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		<title>„Zocker rotten sich selbst aus“: Interview mit Wissenschafter Dieter Broers und Werber Alois Schober</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 12:10:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein österreichischer Scheidungsanwalt sagte mir mal, dass es Gerechtigkeit nur im Himmel gebe – wenn überhaupt. Sehe ich mich so um, muss ich ihm Recht geben. Nichts scheint zu funktionieren,  das Volk wird für dumm verkauft. Jetzt werden wir auch noch überwacht, nach Lust und Laune können unsere Emails gecheckt und unsere Anrufe abgehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein österreichischer Scheidungsanwalt sagte mir mal, dass es Gerechtigkeit nur im Himmel gebe – wenn überhaupt. Sehe ich mich so um, muss ich ihm Recht geben. Nichts scheint zu funktionieren,  das Volk wird für dumm verkauft. Jetzt werden wir auch noch überwacht, nach Lust und Laune können unsere Emails gecheckt und unsere Anrufe abgehört werden. Im Grunde war es davor auch nicht besser. Der Staat weiß viel über uns, wir wissen allerdings wenig. Grasser, Hochegger, Meinl, Mensdorff-Pouilly und die vielen anderen haben uns vorgezeigt, dass unser System nicht funktioniert. Die Frage ist, warum das so ist, und die Frage ist auch, ob es besser wird.</p>
<p>Schon einmal hat vienna.at darüber mit dem bekannten deutschen Biophysiker Dieter Broers gesprochen. In seinem neuen Buch „Das Geheimnis des Matrix Code“ geht Broers einmal mehr den Ursachen menschlichen Verhaltens auf den Grund und erklärt in einem Interview mit dem Wiener Werber Alois Schober, warum die Welt wieder besser wird. Nun, hoffentlich haben die beiden Recht. Entscheidet selbst, ob sich Zocker tatsächlich selbst ausrotten!</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Herr Broers, Ihr Buch sorgt für Diskussionsstoff. Sie sagen, wir würden in einer der größten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Krisen aller Zeiten stecken, weil unser Handeln von falschen Mustern geprägt ist. Sind wir also Sklaven unseres eigenen Handelns? Sind wir von Natur aus gierig, und ist die Krise ein Beweis dafür?</p>
<p><strong>Broers:</strong> Wir Menschen folgen unbewusst Matrizes, also genetisch übernommenen Programmen. Aus der Gehirnforschung wissen wir genau, dass das Gehirn oft schon eine halbe Sekunde, bevor wir eine Handlung ausführen, darüber entschieden hat. Was wir derzeit beobachten, ist, dass Matrizes aufbrechen, wie ja in vielen Teilen der Erde eindeutig zu sehen ist. Menschen, politische, wirtschaftliche und soziale Systeme sind gerade enormen Veränderungen unterworfen.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Woran liegt das?</p>
<p><strong>Broers</strong>: Unter anderem gibt die NASA bekannt, dass das nächste Aktivitätsmaximum unserer Sonne im Jahr 2012 stattfinden und sich bis Mitte 2013 erstrecken wird. Die Sonne strahlt ein erhebliches Spektrum an elektromagnetischen Feldern aus, die sich nachweislich auf die Stimmungs- und Bewusstseinslagen der Menschen auswirken. Forscher haben schon vor mehr als zwanzig Jahren herausgefunden, dass bestimmte elektromagnetische Felder mit bestimmten Bewusstseinslagen korrelieren. Um es vereinfacht zu sagen: Die erhöhten Sonnenaktivitäten sind in der Lage, bei vielen Menschen ein erweitertes Bewusstsein einzuleiten.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Blickt man sich aber um, scheinen die Menschen noch nicht geläutert. Korruption und Freunderlwirtschaft dominieren Politik und Wirtschaft, oder?</p>
<p><strong>Schober</strong>: Aber eben dieses korrupte Gesellschaftssystem funktioniert nicht mehr. Sonst würden wir nicht in einer globalen Krise stecken. Das alte System erzeugt Blockaden und Hemmungen und vernichtet damit Energien. Es baut Emotionen in falsche Richtungen auf: Die Menschen haben Fehlmotivationen und kämpfen gegeneinander. Es gibt keine gemeinsame Vision.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Der Mensch ist nun einmal nicht selbstlos. Auch Sie, Herr Schober, ziehen sich gerne gut an und gönnen sich den einen oder anderen Luxus …</p>
<p><strong>Schober</strong>: Ich behaupte ja auch nichts Gegenteiliges. Aber: Wenn du selbst erfolgreich bist, dann wird Geld wichtig bleiben, doch immer nur als Sekundärfaktor. Mir sind viele andere Dinge wichtiger als Geld. Wenn man immer nur für Geld arbeitet, macht man Fehler. Es werden immer nur das eigene Ego und die damit verbundenen Minderwertigkeitskomplexe bedient. Die Frage ist, baue ich mir Energie auf dem Rücken von anderen auf, oder erzeuge ich sie selbst?</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Und, wie machen Sie es?</p>
<p><strong>Schober</strong>: Ich leite eine Unternehmensgruppe in einem multinationalen Konzern, der börsennotiert ist. Die Matrix, also das Basisprogramm, könnte lauten, den Profit zu maximieren, also Menschen auszubeuten. Der Gegenpol wäre, diese Matrix aufzulösen, indem man sagt: &#8220;Mein Konzern ist die Zusammenarbeit von Top-Leuten in einem motivierenden System, und dass wir börsennotiert sind, ist eine Randerscheinung.“ Denn wenn wir so gut sind, sind wir auch erfolgreich, und das schlägt sich ohnehin in der Bilanz des Unternehmens nieder. Das ist mein Weg, die Matrix in meinem Unternehmen aufzulösen.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Herr Broers, Sie halten Vorträge vor großen Unternehmen. Haben Sie das Gefühl, dass angesichts der Krise bereits ein Umdenken stattfindet? Funktionieren die alten Programme, also rein profitorientiertes Denken, nicht mehr?</p>
<p><strong>Broers</strong>: Erst vor kurzem habe ich mit einem deutschen Manager gesprochen, der die Verantwortung über mehr als 200.000 Mitarbeiter trägt. Er berichtete mir offen, dass die alte Unternehmensphilosophie nicht mehr funktionieren würde und dass es rasch zu einem Umdenken kommen müsse. Die Menschen erkennen offenbar immer mehr, dass es so nicht weitergehen kann. Profitdenken, Gier und persönliche Bereicherung führen zu Krisen auf allen Ebenen.</p>
<p><strong>Schober</strong>: Die Veränderungen werden aber nicht im Kollektiv passieren, also nicht alle Menschen zur gleichen Zeit erfassen. Jedoch passiert hier schon enorm viel. In den letzten Monaten und Jahren wurden politische Systeme gekippt, etwa in Ägypten und Tunesien, die Russen steigen gegen Putin auf die Barrikaden, und die Menschen gehen wegen der Zockerei der Banker auf die Straßen. Viele Menschen formieren sich im Internet, rufen dort zum Widerstand auf. Und keine Regierung der Welt wird langfristig in der Lage sein, das Internet zu bekämpfen. Sie werden sehen, dass die Systeme ethischer werden, weil sie nur so von Bestand sind. Die Zocker werden weniger, die rotten sich selbst aus.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Bleiben wir in der Gegenwart. Wie steht es derzeit um die Ethik in der Politik?</p>
<p><strong>Schober</strong>: US-Präsident Obama hatte früher Visionen und konnte die Menschen mitreißen. Heute ist das anders, viele seiner Visionen sind nicht umgesetzt worden. Aber den großen Change - also dass ein Schwarzer US-Präsident werden konnte und eine unglaubliche Wahlbeteiligung erreicht hat - hat er durch den Glauben an seine Visionen geschafft. Dieser Glaube ist mittlerweile abhanden gekommen, und somit funktioniert es nicht mehr. Die Nachhaltigkeit fehlt. Das ist das Problem.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Und außer Obama?</p>
<p><strong>Schober</strong>: Angela Merkel setzt vieles um. Ich habe ihre letzten Reden gut mitverfolgt und gesehen, wie sie versucht, Visionen zu konstruieren, die Begeisterung auslösen. Was in einem Kopf vorgeht, müssen Millionen andere Köpfe spüren. Ich bin sicher, dass sich Merkel dessen bewusst ist. Sie ist die einzige Hoffnungsträgerin, die Europa hat. Sie hat klare ethische Glaubensprinzipien, und im Gegensatz zu vielen anderen ist ihr Geld egal. Sie ist nicht korrumpierbar. Das macht sie authentisch. Ihre Vision ist die Rettung Europas. Als Naturwissenschaftlerin weiß sie auch über neuronale Prozesse Bescheid, die Begeisterung auslösen.</p>
<p><strong>Broers</strong>: Lassen Sie mich das erklären. Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass jeder Gedanke, den wir denken, mit neuronalen Aktivitäten korreliert. Das heißt: Unser Gehirn als neuronales Netzwerk besteht aus vielen Neuronen, die miteinander verschaltet sind. Je nach Aktivität senden sie elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder aus, quasi wie Radiosender. Einfach gesagt: Je mehr Neuronen aktiv sind, desto größer ist die Sendeleistung. Im Grunde bestimmen unsere Gefühle die Sendeleistung. Ein starker Sender übt auf einen Schwächern einen größeren Einfluss aus als umgekehrt. Ein unbewussterer Mensch kann von einem bewussteren also leichter beeinflusst werden.</p>
<p><strong>Schober</strong>: Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Als meine Frau eine Kunstgalerie eröffnen wollte, war die Galerie, die ihr gefallen hat, schon vergeben. Aber sie hat sich nicht abhalten lassen. Sie sagte dem Vermieter: &#8220;Aus diesem Vertrag wird nichts. Das ist meine Galerie. Ich sehe mich schon dort drinnen stehen.“ Und so war es dann auch. Das ist die Wirkung von Glauben.</p>
<p><strong>vienna.at</strong>: Vielleicht nur ein Zufall? Eine attraktive Frau, die mit ihrem Charme &#8220;bestochen“ hat? Charisma?</p>
<p><strong>Broers</strong>: Nein, es war ihre Freude, ihre Vision. Und nur Visionen werden uns auch wieder aus der Krise führen.</p>
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		<title>Wie die Regierung unser Geld verschleudert</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 08:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das  Schlimme ist: Die Sache überrascht mich nicht. Vor einigen Tagen bekam  mein Freund eine Geldstrafe vom Magistrat zugesandt. Es ging um einen Strafzettel, den er schon im  November 2011 einbezahlt hatte – weil er ohne Parkschein parkte. So  weit, so gut. Warum also das späte Schreiben, fast ein halbes Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 10pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Das  Schlimme ist: Die Sache überrascht mich nicht. Vor einigen Tagen bekam  mein Freund eine Geldstrafe vom Magistrat zugesandt. Es ging um einen Strafzettel, den er schon im  November 2011 einbezahlt hatte – weil er ohne Parkschein parkte. So  weit, so gut. Warum also das späte Schreiben, fast ein halbes Jahr  später, wo die Sache doch schon längst erledigt war? Nun, die Stadt Wien nimmt sich neuerdings offenbar das Recht heraus,  nicht „nur“ Strafzettel zu verpassen, sondern auch das Geld für die dort  geparkte Zeit einzutreiben. Das Gesetz an sich gibt es schon lange,  allerdings wurde es noch nie dermaßen penibel umgesetzt. Schon klar: Das Land braucht angesichts unfähiger Politiker dringend  Geld, der Schuldenberg Österreichs ist stolze 220 Milliarden Euro hoch,  aber wie kommen wir dazu?</span></span></span></span></p>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Seht  Euch doch nur mal an, was unsere Politiker so treiben! Nur drei Tage  vor dem offiziellen Beschluss des Sparpakets endete eine Ausschreibung für Luxus-Auto. Demnach hat  unsere Regierung gleich 105 Nobelkarossen bestellt – um satte acht  Millionen Euro. Die Sache flog durch den Auto-Journalisten Stefan  Pabeschitz auf. Seither ist man bemüht, die peinliche Angelegenheit zu vertuschen. Bestellt würden die neuen Dienstkarren demnach nur nach  Bedarf. Aha.</span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Unsere  Steuergelder werden aber auch andernorts verschleudert. Die Universität  Wien ist ein gutes Beispiel dafür. Das Bundesvergabeamt (BVA) hat gerade erst eine Ausschreibung der  Uni Wien für diverse Sicherheits- und Servicedienstleistungen für  „nichtig“ erklärt. Anscheinend hatte das BVA massive Bedenken bei der  Vergabe des fast zehn Millionen Euro schweren Auftrages. Vermutet wurden unerlaubte Absprachen. Mal ehrlich: Wie kann es sein,  dass es immer wieder die selbe Firma ist, die in den Genuss der hoch  dotierten Uni-Aufträge kommt, und wie kann es sein, dass ein „einfacher“  Uni-Angestellter mehrere Autos, mehrere Immobilien und eine Yacht besitzt? Alles reiner Zufall, eh klar! Wahrscheinlich  reich geerbt, im Lotto gewonnen oder irgendetwas gewinnbringend  verkauft.</span></span></span></span></div>
<div style="margin: 0pt 0pt 10pt"><span style="font-size: small;font-family: Times New Roman"><span style="font-size: 12pt"><span style="font-size: medium"><span style="font-size: 12pt" lang="de">Nur, das Schlimme ist: In Österreich bleibt (fast) nichts dem Zufall überlassen.</span></span></span></span></div>
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		<title>Wie korrupt ist unsere Justiz?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 12:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<category><![CDATA[kolumne]]></category>

		<category><![CDATA[korruption]]></category>

		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist immer dieselbe Frage, die mir seit Monaten gestellt wird: „Landen Grasser, Hochegger und Meischberger im Knast? Warum laufen die noch alle frei herum? Und was ist mit Plech und Mensdorff-Pouilly?“ Wenn ich das wüsste! Offenbar glauben viele, dass wir Journalisten eine Antwort parat haben müssten, doch selbst Aufdeckerjournalist Kurt Kuch ist sich da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer dieselbe Frage, die mir seit Monaten gestellt wird: „Landen Grasser, Hochegger und Meischberger im Knast? Warum laufen die noch alle frei herum? Und was ist mit Plech und Mensdorff-Pouilly?“ Wenn ich das wüsste! Offenbar glauben viele, dass wir Journalisten eine Antwort parat haben müssten, doch selbst Aufdeckerjournalist Kurt Kuch ist sich da nicht so sicher. Ich habe den Glauben an ein funktionierendes Rechtssystem jedenfalls verloren. Anders ist es nicht zu erklären, dass gewisse Menschen – die über Geld oder gute Kontakte verfügen – trotz erdrückender Verdachtslage auf freiem Fuß sind und andere wegen Lappalien monatelang in U-Haft sitzen. Grassers Insiderwissen um die Beschaffung der umstrittenen Eurofighter macht ihn offenbar immun.</p>
<p>Untersuchungshaft darf bekanntlich nur wegen Flucht-, Verabredungs- und Verdunkelungsgefahr verhängt werden. Warum also keine U-Haft für Grasser &amp; Co? Hochegger besitzt ein Anwesen in Brasilien, Plech gehört eine Wohnung in Australien. Grasser verfügt über mehrere Briefkastenfirmen in der Karibik, bunkert Millionen in Liechtenstein und will nun auch sein Penthouse in Wien verkaufen. Und dennoch soll für die Herren keine Fluchtgefahr bestehen?</p>
<p>Plech erklärt „Meischi“ am Telefon, was seine Leistung als Provisionär denn gewesen sei. Und Grasser gibt „Meischi“ Ratschläge, wie er fragwürdige Provisionen rechtfertigen kann. Und dennoch soll keine Verabredungsgefahr bestehen?</p>
<p>„Meischi“ gibt in seinem Tagebuch Hinweise auf nachträglich aufgesetzte Verträge, die illegales Buwog-Geld kaschieren sollten. Grasser zaubert Trauhandverträge zu Schwiegermutter-Deals aus dem Hut, die diese offenbar aber nicht einmal kennt, und legt der Polizei nur Kopien davon vor, um eine forensische Prüfung zu umgehen. Und dennoch soll keine Verdunkelungsgefahr bestehen?</p>
<p>Fazit: Unser Polit-System funktioniert nicht, es stinkt nach Korruption. Aus Polit-Kreisen ist allerdings zu hören, dass zumindest ein vermeintlicher Bösewicht ausgemacht werden soll – und der könnte Karl-Heinz Grasser heißen. Ein Kopf muss also rollen, denn zu stark ist die Wut unter der Bevölkerung, der immer mehr Geld abgeknöpft wird und die mitansehen muss, wie andere offenbar mit allem durchkommen.</p>
<p>Für Grasser, Meischberger, Plech, Hochegger, Mensdorff-Pouilly gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Eh klar.</p>
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		<title>Unnütze Sparpläne, unnütze Regierende</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 08:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cenzi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten? Das neue Steuer- und Sparpaket der Regierung verkaufen Bundeskanzler Werner Faymann und sein Vize Michael Spindelegger als „großen Wurf.“ Dabei ist es nichts anderes als ein unüberlegtes, auf die Schnelle geschnürtes Paket, das diejenigen belastet, die es am wenigsten belasten sollte – nämlich uns.
7,5 Milliarden Euro sollen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten? Das neue Steuer- und Sparpaket der Regierung verkaufen Bundeskanzler Werner Faymann und sein Vize Michael Spindelegger als „großen Wurf.“ Dabei ist es nichts anderes als ein unüberlegtes, auf die Schnelle geschnürtes Paket, das diejenigen belastet, die es am wenigsten belasten sollte – nämlich uns.</p>
<p>7,5 Milliarden Euro sollen wir mit vereinten Kräften ins Sparpaket pumpen. Im Grunde wohl eine lächerliche Summe, wenn man bedenkt, dass wir wegen der Unfähigkeit unserer Politiker, die auf der Ausgabenseite kaum sparen wollen, auf mehr als 218 Milliarden Euro Schulden sitzen (die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei knapp 30.000 Euro). Aber zu mehr ist die Regierung nicht bereit. Noch nicht. Schließlich will man niemanden verärgern. Doch das kommt noch. Spätestens nach den nächsten Wahlen wird man die „unerwartete“ Hiobsbotschaft verkünden, die dann lauten wird, die Mehrwertsteuer wegen der anhaltenden Krise erhöhen zu müssen – was den Alltag massiv belasten dürfte, angefangen beim täglichen Einkauf von Lebensmittel bis zu anderen lebensnotwendigen Gütern.</p>
<p>Doch noch soll niemand verschreckt werden, da reicht es vorerst die schlechte Botschaft zu verkünden, künftig Immobilien im Privatbesitz mit 25 Prozent der Differenz von Kauf- und Verkaufspreis zu besteuern, sofern sie nicht zwei Jahre als Hauptwohnsitz genutzt worden sind. Es ist ein Trauerspiel. Eine Schande. Es geht immer nur um die Wiederwahl, darum, noch möglichst lange am Ruder zu bleiben und die eigene Mannschaft zu retten. Dass man bei den vielen Privilegien der Beamten viel mehr einsparen könnte, dass Politiker und deren Assistenten keine fetten Firmenwagen brauchen, dass Regierungsmitglieder auf Kosten der Steuerzahler keine internationalen Gäste auf den Opernball einfliegen und keine schillernden Feste um horrende Summen schmeißen müssen, von all dem will niemand etwas hören.</p>
<p>Um die Zukunft des Landes ist es angesichts der (nicht vorhandenen) Moral unserer Entscheidungsträger schlecht bestellt. Bleibt die Frage, ob der große und vielfach prophezeite Crash nicht auch etwas Gute hätte, nämlich die dringende Notwendigkeit der Schaffung eines neuen Systems.</p>
 || Keine Kommentare ||  14168 Aufrufe gesamt, 13 Aufrufe heute]]></content:encoded>
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